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Steinwagen

Erster Versuch

Steinewagen sind wie die Etagenwagen typische Vertreter von Ziegelei-Fahrzeugen. Sie werden für den manuellen Transport von getrockneten Formlingen in die Brennöfen sowie von fertigen Ziegeln zu den Ablageplätzen verwendet. Die Idee für diesen Wagen kam ebenfalls spontan, nachdem ich in der Literatur Fahrzeuge mit innenliegenden Radlagern begutachtet hatte. Das Fahrzeug sollte kleiner als der Etagenwagen werden. Hier also eine Idee für Fahrzeuge mit Innenrahmen, wobei die zweite dargestellte Variante besser gelungen ist.

Steinewagen in Aktion

Die folgende Tabelle zeigt die Abmessungen des Modells und die Umrechnung in die Originalgröße.

  Modell Original
Länge: 41 mm 1,85 m
Breite: 21 mm 0,95 m
Höhe: 41 mm 1,85 m
Achsabstand: 20 mm 0,90 m
Masse: 17 g  

Aufbau

Als Erstes die Frage nach geeigneten Radsätzen. Es können fertige Tonner-Achsen benutzt werden, deren Achsenden gekürzt werden. Preislich sinnvoller ist die Verwendung der puren Scheibenräder ohne Achse, die einzeln erhältlich sind. Die sonst verwendete 2mm Achse wird durch einen Stahlnagel ersetzt.
 
Die Scheibenräder sitzen tatsächlich stramm auf dem Nagel, sodass auf eine zusätzliche Fixierung mit Kleber verzichtet werden kann. Es muss aber dafür gesorgt werden, dass die Räder den Innenrahmen nicht berühren. Dazu habe ich auf den Stahlnagel Messinghülsen (Innendurchmesser 2mm) aufgezogen. Die Enden des Nagels werden abgesägt.
 
Der Innenrahmen wird aus Messing gefertigt. Zwei Teile aus 2mm dicken Messingstangen bilden zusammen mit einem 2mm Messing-Distanzstück den Rahmen. Die Führungen für die Achsen wurden mit einer Fräse eingelassen.
 
Die Teile des Rahmens wurden verlötet. Dazu wurde auch gleich der Aufbau aus Messing U-Profilen durch Löten befestigt. Die so gefertigte Konstruktion ist äußerst stabil.
 
Nach dem Säubern und Lackieren können die Achsen gleich eingesetzt werden. Die Achsen müssen aber noch gegen Herausfallen fixiert werden.
 
Dazu habe ich nach dem Einsetzen von unten ein dünnen Messingblech aufgeklebt.
 
Der Aufbau des Wagens erfolgte wieder aus Holz. Zuerst werden die Längsträger mit Zweikomponentenkleber am Rahmen befestigt. Anschließend wurden die Querbalken mit Ponal aufgeklebt.
 
Die Stirnwände sind wieder Holz und bestehen aus einzelnen Leisten , die auf die Messingträger geklebt wurden. Das Holz wurde abschliessend wieder mit ASOA-Beize behandelt.
 
Hier fehlen eigentlich nur noch Griffstangen.
 
Die Abbildung zeigt das fertige Fahrzeug im Vergleich mit einem Plattformwagen (rechts) und der zweiten Variante des Steinewagens.
 

Fazit

Länge und Breite wurden gegenüber dem Etagenwagen verringert. Dennoch ist das Fahrzeug zu hoch. Die Profile für den Aufbau sind etwas wuchtig und der Achsabstand zu groß. Durch die Art der Achslagerung ist ein zu großes seitliches Spiel der Achsen vorhanden. Diese Befestigung scheint also nicht so geeignet. Die zweite Variante zeigt eine bessere Radbefestigung. Ein generelles Problem sind die grossen Räder. Die kleinsten lieferbaren Modellräder mit einem Durchmesser von 8,6 mm entsprechen im Vorbild 38,7 cm. Das ist für kleine Fahrzeuge auf 500 mm Gleisen zu groß.

Insgesamt stellt dieses Unikat ein nettes Standmodell da, dass durch seinen Aufbau für ein wenig Abwechslung sorgt.

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Zweiter Versuch

Aus den Erfahrungen des ersten Versuchs sollte nun eine gelungenere Variante entstehen. Wichtig war ein einfaches Baukonzept, mit dem mehrere dieser Loren hergestellt werden können.

Steinewagen in Aktion

Die folgende Tabelle zeigt die Abmessungen des Modells und die Umrechnung in die Originalgröße.

  Modell Original
Länge: 35 mm 1,58 m
Breite: 20 mm 0,90 m
Höhe: 27 mm 1,22 m
Achsabstand: 13 mm 0,58 m
Masse: 12 g  

Die Proportionen passen nun viel besser zu Maßstab, was auch das obere Bild zeigt. Dieser Wagen kann nun tatsächlich von einer Person bewegt werden.

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Aufbau

Die Lore besitzt wieder einen Innenrahmen, der aus Messing 5 * 2 mm zugeschnitten wurde.

Zeichnung

Für die Achsen (2mm Durchmesser) werden Bohrungen von 2,2 mm angebracht. Dabei sollten immer zwei passende Teile gleichzeitig gebohrt werden.

Zeichnung

Der Aufbau besteht wieder aus dünneren Messing-Leisten und L-Profilen, die durch Löten am Rahmen befestigt werden.

Zur Montage des Innenrahmens werden 2 Stück Messingprofile (Stangen 5*2mm) zusammen gebohrt. Nur so kann eine parallele Achslage gewährleistet werden. Die abgebildeten kleinen Stücken dienen als Abstandshalter. Die Räder sind von Rolf Tonner (externer Link) (8,6 mm Durchmesser).
 
Nach dem Löten erfolgt die Säuberung des Rahmens mit einer Schleifmaschine. So ergibt sich eine saubere Rahmenkonstruktion.
 
Für erste Probefahrten wurden hier die Räder provisorisch montiert. Je zwei Unterlegscheiben (Durchmesser 2,5 mm) sorgen für die elektrische Isolierung. Die metallischen Teile der Räder haben so keinen Kontakt zum Rahmen.
 
Der Aufbau aus Messing-Profilen wurde direkt an den Rahmen gelötet. Im unteren Teil wurden L-Profile zur Aufnahme der Holzbalken verwendet. Jede Seite besitzt noch eine aufgelötete Griffstange aus 1 mm Messing-Rundprofil.
 
Nach dem Säubern (Schleifen und Strahlen) erhält das Fahrzeug seine matt-schwarze Farbgebung. Darauf wird der Aufbau befestigt. Wegen des großen Raddurchmessers muss der Aufbau etwas erhöht erfolgen, sonst schleifen die Räder am Holz. Das ist zwar nicht schön, lässt sich aber wegen der verfügbaren Materialien (Räder) nicht ändern. Aus quadratischen 1,5mm Holzprofilen wird erst ein Rahmen gesetzt, auf dem die Holzplanken liegen.
 
Die Holzplanken bestehen wieder aus 1mm Buche-Sperrholz, die auf dem vorher beschriebenen Holzrahmen mit Ponal geklebt werden. Durch den erhöhten Aufbau bleibt das Modell rollfähig. Vor dem Aufkleben des Rahmens sollten die Räder montiert werden. In der Abbildung ist das falsch dargestellt. Als Achsen können 2mm Stahlnägel verwendet werden. Die Räder sitzen straff. Die Enden werden abgesägt und befeilt.
 
Die Stirnwände aus Buchsperrholz werden mit Zweikomponentenkleber an den Messingteilen befestigt. Hier liegen auch schon mal 2 Ziegel von Asoa (externer Link) zu Probe.
 
Nach Abschluss der Montage wird das Holz mit der Asoa (externer Link)-Beize verwittertes Holz behandelt.
 
Die Abbildung des Fahrgestells von unten zeigt die Abstandshalter zwischen Rad und Rahmen in Form von Unterlegscheiben. Der Innenrahmen hat eine Breite von 9 mm. Mit den Abstandshaltern fährt das Fahrzeug sicher auf einem 12 mm Gleis. Für andere Spurweiten sollte der Rahmen eine andere Breite haben.
 

Die nachfolgenden Bilder zeigen einige Impressionen im Vergleich zu anderen Fahrzeugen. Insgesamt fällt auf, dass die Wagengröße durchaus stimmig ist. Ach der Vergleich zu Ziegeln im Maßstab 1:45 sieht sehr gut aus. Störend sind die etwas zu großen Räder. Ein Durchmesser von 8,6 mm passt nicht richtig. Leider bietet der Markt keine Alternativen.

Ich habe von diesem Wagen in einem Durchgang zwei Stück gebaut. Die Fertigung ist unproblematisch und schnell auszuführen. Mit einer geeigneten Kuppelvorrichtung können diese Wagen auch im Zugverband eingesetzt werden.

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