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Feldbahn-Wasserwagen

In Schlanstedt hatte ich, außer den typischen Muldenkippern, noch andere Feldbahn-Fahrzeuge beobachtet. Darunter war ein Wasserwagen auf einem Lorengestell. Ob als Teil eines Bauzuges oder als Fahrzeug für Löschwasser ist ein Wasserwagen eine nette Abwechslung im Furhpark.

Felbahn-Wasserwagen im Einsatz

Als Bausatz oder Fertigmodell habe ich einen derartigen Wagen noch nicht gesehen. Hier ist Eigenbau angesagt. Das ist auch gar nicht schwer. Man nehme ein Lorengestell und ein geeignetes Faß und schon ist der Wasserwagen fertig. Für dieses Modell habe statt eines fertigen Lorenrahmens einen Rahme aus Messingprofilen selbst gebaut. Man nehme:

  • Messing U-Profile (4mm * 2mm)
  • leichte Achslager, Feldbahn-Achsen, Kuppelketten und Lorenpuffer von Rolf Tonner (externer Link)
  • ein Playmobilfaß
  • und ein paar Messing-Flachprofile sowie Farben und Zeit

Das Benzinfaß von Playmobil ist eigentlich im Maßstab 1:22,5 gehalten. Es wirkt auf einer Spur0-Lore riesig - fast etwas zu groß. Leider habe ich kein anderes Faß gefunden.

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Lorenrahmen

Der Lorenrahmen ist, im Gegensatz zu den üblichen ovalen Rahmen, rechteckig ausgeführt. Er besteht aus verlöteteten Messing U-Profilen mit Anbauteilen.

Nach dem Zuschnitt der Messing-Profile werden die Bohrungen für die Achslager angebracht. Bohrungen mit einem Durchmesser von 0,5 mm reichen völlig aus. Hier muss man sehr genau bohren, sonst passen die Achslager nicht. In meinem Beispiel musste ich das zweite Loch jeweile länglich verbreitern. Des Basterls Schand beseitigt später des Malers Hand.
 
Die Achslager von Rolf Tonner (externer Link) scheinen für die verwendeten Profile wie gschaffen. Der Achsabstand beträgt 15 mm. Achsabstand und Spurweite sollten kein Quadrat bilden.
 
Die Einzelteile werden mit der Flamme verlötet. Der mittlere Steg sorgt für zusätzliche Stabilität. Das Löten ist nicht ganz unproblematisch. Bei meinem Modell hat sich die Breite durch die Erwärmung verändert. Die spitzgelagerten Achsen hatten so keinen festen Sitz mehr.
 
Hier eine Detailaufnahme der fertigen Konstruktion.
 
Die beiden Stirnseiten erhalten Lorenpuffer aus Messingguß von Rolf Tonner (externer Link). Nach dem Einpassen der Puffer werden diese auch mit der Flamme verlötet.
 
Der so bearbeitete Lorenrahmen erhält jetzt noch Kuppeldorne. Écore (externer Link) hat diese als Einzelteile im Angebot. Da ich gerade keine zur Verfügung hatte, habe ich dünnes Messingrohr eingelötet und ein wenig gebogen. Abschliessend kann das überschüssige Lötzinn durch Sandstrahlen beseitigt werden.
 
Im nächsten Arbeitsgang wird der Lorenrahmen nach einer Grundierung matt-schwarz lackiert. Eine Spritzlackierung ist in jedem Fall empfehlenswert.
 
Die Alterung besteht hier wieder aus Rostspuren, die mit Puderfarben von Asoa (externer Link) aufgetragen wurden. Anschließend erfolgt ein Überzug mit Klarlack.
 
Das Lorengestell ist jetzt fertig. Zum Schluß werden die Achsen eingesetzt. Die spitzgelagerten Feldbahn-Achsen mit den 8,6mm Scheibenrädern von Rolf Tonner (externer Link) passen vorbildgetreu. Das Einsetzen kann problematisch werden, da der Rahmen aufgespreizt werden muss.
 
Der Lorenaufbau wird aus 1mm Birkensperrholz hergestellt. Zuerst werden längst zwei dünne Hölzchen auf den Längsrahmen geklebt. Diese Erhöhung für die nächste Lage Holz ist notwendig, damit die Spurkränze genügend Luft haben. Das ist bei allen Loren notwendig und wird auch beim Vorbild so gehandhabt. Der hölzerne Aufbau wird mit der Asoa (externer Link)-Beize verwittertes Holz bearbeitet.
 
Auf den hölzernen Aufbau kommen noch Stützprofile für das Wasserfaß. Diese werden mit Zweikomponentenkleber auf den Holzaufbau geklebt. Das Faß wird einfach auf die Lore gelegt. Fertig ist der Wasserwagen. Es fehlt noch ein Auslaßventil und ein Schlauch.
 
Hier der fertige Wagen ohne abschliessende Alterung. Für die Alterung möchte ich an Stelle der Puderfarben Lasuren für den Schmutz verwenden. Der letzte Schliff kommt später.
 

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