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meine Modellbahn-Konzepte

Themenwahl

Feldbahnen sind im Modellbau erst interessant geworden, als es fast keine Vorbilder mehr gab. Der Feldbahnbetrieb wurde in den 70ger und 80ger Jahren in klassischen Betrieben eingestellt. Moderne Fertigungstechnologien und LKW´s machten die kleinen Bahnen abkömmlich. Anfang der 90ger Jahre wurden auch die letzten Feldbahnen in der ehemaligen DDR aufgegeben. Heute sind vereinzelt noch museale Bahnen zu finden.

Feldbahn-Impressionen

Für die Suche nach realen Vorbildern bin ich etwas spät dran. Einige Feldbahn-Museen oder museale Betriebe sind hier und da noch zu finden. Hier sind ein paar Bilder meiner Reisen zu finden. Das Feldbahn-Material ist hier meist restauriert. Die richtigen alten, verkommenen Feldbahnen aus den 60ger und 70ger Jahren sind verschwunden. Die Suche nach Vorbildern erfolgt auf der Basis von verschiedenen Literaturangeboten.

Nach dem Abschied von der Standard-Modellbahn möchte ich meine Ziele für das weitere Vorgehen halbwegs abstecken. Feldbahn-Modellbau bedeutet in erster Linie eine Simplifizierung des Modellbahnhobbys. Hier gibt es nicht außer Modellbahn. Alles Lästige wie Signale, Entkuppler, Oberleitungen etc. entfallen vollständig. Wenig Gleismaterial und eine Hand voll Weichen sind die Merkmale. Wesentlich anspruchsvoller ist der Bau und die Gestaltung der Umgebung. Es gibt wenig Fertigmaterial. Das Meiste muss selbst erschaffen werden.

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Thematische Abgrenzung

Das zentrale Thema ist ein Ziegeleibetrieb aus den 60er oder 70er Jahren auf einem 600 mm-Gleissystem. Im Zeitraster der Ziegelherstellung, beginnend Ende des 19. Jahrhunderts und weitestgehend endend in den 80ger Jahren des 20. Jahrhunderts, gehört meine Themenwahl schon zu den moderneren Ziegeleien. Interessant ist dabei, dass sich die Modernisierung vor allem auf die Fertigungsabläufe in der Ziegelei bezog. Für die Transporte der Rohstoffe wurden in vielen Betrieben die alten Feldbahnen weiterhin eingesetzt. Ein übliches Szenario in den 80ger Jahren bestand darin, dass die Feldbahn nur für den Transport des Tons von der Grube zur Aufbereitung eingesetzt wurde. Innerhalb der Fertigung fanden maschinelle Transporteinrichtungen Verwendung.

Der Ton wird in einer von der Ziegelei nicht weit entfernten Grube gefördert. Zu Beginn der Ziegeleiindustrie wurden die Fabriken in unmittelbarer Nähe der Tongruben gebaut. Nach deren Ausbeutung wurden Gruben in der Umgebung erschlossen. Der Transport des Rohstoffmaterials wurde den Feldbahnen überlassen.

Was passiert eigentlich so alles in einer Ziegelei? Hier ein kurzer Abriss mit Fokus auf die Feldbahnen.

In einer Ziegelei werden aus dem Rohstoff Ton und Zusätzen fertige Ziegelprodukte hergestellt. Das sind nicht nur die quaderförmigen Ziegel für den Hausbau, sondern auch Dachziegel u.a. Produkte. Die Fertigung durchläuft verschiedene Stufen:

  • Tonabbau und Transport zur Aufbereitung (Beschicker)
  • Aufbereitung des Tons und Herstellung der Formlinge
  • Trocknung der Formlinge
  • Brennen der Formlinge
  • Lagerung und Verladung der Fertigprodukte
  • Entsorgung von Abfällen (Asche, Ziegelbruch)

Der Rohstoff Ton wird in der Tongrube mittels Bagger (Löffel- oder Eimerkettenbagger) abgebaut und in die Loren der Feldbahn verladen. Der Lorenzug bringt den Rohstoff zur Ziegelei, in die Aufbereitung. Innerhalb der Aufbereitung wird der Ton zerkleinert und mit anderen Rohstoffen angereichert (Kollergang). Die so verarbeitete Masse gelangt in die Formgebung. Während früher die Formgebung ein manueller Prozess (Streichwagen) war, wurden in moderneren Ziegeleien automatische Formpressen verwendet. Aus der Formgebung kommen die Formlinge, die für den Transport in die Trocknung auf Plateauwagen verladen werden. Der Transport der Formlinge in die Trockenschuppen wurde meist manuell durchgeführt. Die Wagen wurden durch Muskelkraft auf dem Gleissystem geschoben.

In Bezug auf Feldbahnen gibt es in Ziegeleien verschiedene interessante Schwerpunkte.

  • Tonabbau in der Grube mit Löffel- oder Eimerkettenbagger und Transport in die Aufbereitung der Ziegelei.
  • Mitunter wurden auch Halden in Nähe der Aufbereitung angelegt. Damit kann der Rohstoff zwischengelagert werden, wenn die Kapazität der Aufbereitung zu gering ist. Manchmal ist auch eine Lagerung des Rohstoffs notwendig, damit die Eigenschaften besser werden. Der Ton gelangt hier von der Grube zu Halde und wird abgekippt. Ein Bagger sorgt für die Beladung von Loren, die bei Bedarf zur Aufbereitung gebracht werden.
  • Die Aufbereitung innerhalb der Ziegelei ist ebenfalls ein interessanter Schwerpunkt. In den Anfangszeiten der Ziegeleiindustrie wurde die Aufbereitung meist höher angelegt, sodass das Material in die Verarbeitung und Formgebung fallen kann. Die Loren mussten über Schrägaufzüge zur Aufbereitung gebracht werden. Später entstand der Wunsch nach schnelleren Entladungen. So wurden Aufbereitungen auf Bodenhöhe angelegt. Der Feldbahnzug kann somit direkt entladen werden. Das aufbereitete Material kann über Förderanlagen in die weitere Rohstoffverarbeitung transportiert werden. Die Aufbereitung stellt sich im Modell als Halle dar, durch die der Lorenzug hindurchfahren kann.
  • Der Transport der Formlinge in die Trockenschuppen und von dort in den Brennofen wurde in der Praxis gleisgebunden durchgeführt. Feldbahnlokomotiven kamen allerdings selten zum Einsatz. Die Wagen (Stirnwandwagen, Plateauwagen) wurden einfach mit Muskelkraft geschoben. Im Modell kann das mit einem zweiten Gleissystem (vielleicht 500 mm) abgebildet werden. Da diese Gleise nicht stromführend sind, kann ein vereinfachter Gleisaufbau eingesetzt werden. Weichen werden durch manuelle Waggondrehscheiben ersetzt. Dieser Teil ist Anlagenschmuck.
  • Die fertig gebrannten Ziegel werden gleisgebunden oder anders, z.B. Gabelstapler, zum Lager befördert. Der Transport zum Kunden kann auf unterschiedliche Art durchgeführt werden. Häufig waren Schienen- oder Schifftransporte anzutreffen. Bei den Schienentransporten werden die fertigen Produkte vom Lager mittels Feldbahnzügen (Stirnwandwagen) zum Verladeplatz mit Gleisanschluss transportiert. Das lässt sich im Modell wieder angenehm umsetzen.
  • Der Abtransport von Abfallmaterialien wie Schlacke oder Ziegelbruch wurde in vielen Ziegeleien per Feldbahn durchgeführt. Das betrifft natürlich auch die Zuführung von Verbrauchsmaterialien wie Kohle für die Brennöfen.

Der großzügige Maßstab von 1:45 gestattet den vollständigen Selbstbau von allen Gebäuden und Einrichtungen. Mit 4 mm Sperrholz lassen sich Wandstärken von ca. 20 cm nachbilden. Als Baumaterialien kommen Holz, Messing, Kunststoff und Aluminium zum Einsatz.

Ein weiterer Themenpunkt, den ich mir für später aufhebe, ist der Tonabbau Untertage. Ein kleines nachgebildetes Tonbergwerk wird vielleicht einmal die Krönung meiner Aktivitäten sein.

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Fahrzeuge und Anlagen

Da ich mich mehr mit dem Modellbau beschäftigen möchte, kommt dem Fahrzeugpark eine geringere Bedeutung zu. Zwei bis drei Lorenzüge und einige besondere Fahrzeuge sollen ausreichen. Das Ganze soll in kleineren Dioramen zur Schau gestellt werden. Eine zimmerfüllende Anlage wird es wohl nicht geben.

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