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Ein Ziegelei-Diorama in H0f

Die wahre Geschichte des Projekts

Die ursprüngliche Inspiration für das Thema Feldbahnen kam durch einige Artikel von Rolf Knipper in der Miba (externer Link), die ich 2002 durch Zufall fand.

  • Miba Spezial 39 (1999): Feldbahngleise für die Ziegelei
  • Miba Spezial 43 (2000): Eine kleine Ziegelei
  • Miba Spezial 20 (1994): Entenjagdt im stapeler Moor

In den beiden ersten Heften beschreibt der Autor den Aufbau eines kleinen Feldbahn-Dioramas in der Spurweite H0n2. Im zuletzt genannten Heft geht es um den Maßstab 1:22,5 (Spurweite 2f). Eine kleine Ziegelei im Maßstab 1:87 sollte es werden. Da ich zuvor noch nie eine Anlage komplett gebaut hatte, wollte ich dieses abgeschlossese Thema als Einsteigerprojekt benutzen.

Der Mittelpunkt des Dioramas sollte die Faller-Ziegelei (Artikel 952) werden. Gleise und Fahzeuge sollten von Burmester kommen. Eine Lok und wenige Loren reichen für den Betrieb völlig aus.

Dieser Ziegelei-Bausatz von Faller zeigt einen sehr kleinen Familienbetrieb. Neben den Gebäuden ist auch jede Menge Zubehör für die Ausgestaltung enthalten. Fahrbetrieb ist mit diesem Modell nicht vorgesehen, da kaum Platz vorhanden ist.
 

Auf einer Größe von 100cm * 50cm sollte das Diorama Platz finden. Die Gleisplanung erfolgte im Maßstab 1:1, da ich kein Freund on irgendwelchen Software-Lösungen bin. Aus dem Burmester-Katalog habe ich mir die Planungshilfen für das H0n2-Gleissystem vervielfältigt und ausgeschnitten. So konnte ich den Gleisplan direkt auflegen. In dieser Zeit sind verschiedene Entwürfe entstanden.

Als ich im Herbst Sommer 2003 endlich mit der Konzeption und der Materialauswahl fertig war, gab es die Firma Burmester nicht mehr. Mehr als eine Lore und ein Stück Gleis habe ich nicht bekommen. Von Zeit zu Zeit tauchen immer wieder vereinzelt Modelle bei Ebay (externer Link) auf. Die Feldbahn-Diesel waren wirklich Spitze. Glockenanker-Motor, fein untersetztes Getriebe und Pendelachse sprechen in diesem Maßstab für sich.

Das feine Burmester-Gleis mit Code40-Profilen (Höhe 1mm) und Holzschwellen im Vordergrund. Dahinter das H0e-Feldbahngleis von Roco.
 
Links die Burmester-Lore aus Metall. Die Kippmulde ist selbstverständlich beweglich ausgeführt. Gekuppelt wird vorbildgerecht über eine Kette. Rechts dazu im Vergleich eine H0e-Lore von Roco aus Kunststoff. Dazwischen liegen Welten.
 

Auch nach dieser traurigen Nachricht wollte ich das Vorhaben nicht beenden. Eine Alternative musste her. Zu dieser Zeit bestand kaum Auswahl. Roco lieferte ein komplettes Feldbahn-System mit Fahrzeugen, Gleisen und Weichen. Diese Auswahl habe ich tatsächlich in Betracht gezogen.

Der Feldbahndiesel von Roco wirkt nicht wirklich vorbildgerecht. Er ist viel zu groß geraten für eine 600mm Feldbahn. Für eine Schmalpurbahn nach 750mm Vorbild wäre er besser geeignet. Auch machen die 3 Achsen Probleme mit den Mindestradien von 100mm des Burmester-Gleissystems.

Mit den H0e-Flexgleisen und Weichen von Roco habe ich die Planungen neu aufgesetzt. Der dargestellte Gleisplan ist auf interessante Weise entstanden. Auf der fertigen Holzplatte wurden die Schablonen von Burmester zusammen mit den Roco-Weichen aufgelegt. Anschliessend wurde der Plan abfotografiert und ausgedruckt. Nach der farblichen Behandlung mit Buntstiften wurde das Blatt wieder eingescannt und ist hier zu sehen.

fertiger Gleisplan

Nach Fertigstellung des Modulkastens und Herstellung der Weichenantriebe ist das Projekt eingeschlafen. So richtig konnte ich mich mit den dem Roco-System nicht anfreunden. Ich wollte auf bessere Zeiten warten. Vielleicht gibt es irgendwann mal wieder ein vernüftiges Feldbahn-System im Maßstab 1:87.

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