Mit kleinen Maßstäben wollte ich mich nicht mehr beschäftigen, wenn da nicht noch Altlasten wären. Im Jahre 2003 hatte ich bereits fertige Pläne für ein kleines Ziegel-Diorama in H0n2. Aber es kam anders als erwartet und so wurde das Projekt wieder eingefroren. Im Jahr 2007 lebt das Projekt nun wieder auf.
Projekt-Geschichte
Erst 2005 konnte das Projekt Feldbahn-Ziegelei neu aufleben. Technomodell (externer Link) kündigte eine Feldbahn-System mit einem Diesel, Muldenkippern und Plattformwagen und einem eigenen Gleissystem in H0f (Spurweite 6,5mm) an. Auch Panier (externer Link) hat einen Gmeinder-Diesel in H0f - sogar mit Pendelfahrwerk - angekündigt. Ich habe mich spontan für die Technomodell (externer Link)-Variante entschieden. Die Lok kam im Herbst 2006. So ist das Jahr 2007 ein guter Zeitpunkt für die Vollendung des vor Jahren begonnenen Werkes.
Der kleine Diesel von Technomodell (externer Link) (Typ Ns2f) mit Stangenantrieb und Glockenankermotor ist aus Messing gerfertigt und hat ein sehr fein untersetztes Getriebe. Mehr Bilder sind hier zu sehen.
FahrzeugeWas soll es denn nun werden? Zur Abgrenzung des Themas und der Anlagenparameter hier erst mal der Gleisplan.
Der Gleisplan entstand im Maßstab 1:1 auf dem fertigen Unterbau. Nach dem Auflegen der Burmester-Schablonen habe ich die Platte abfotografiert und ausgedruckt. Anschliessend ein wenig Farbe und wieder eingescannt. So ist das Bild entstanden.
Das Ziegelei-Diorama findet auf einer Grundfläche von 80cm breite und 40 cm Tiefe Platz. Im Mittelpunkt steht die kleine Faller-Ziegelei und eine Tongrube. Neben dem Gleisoval mit Zugbetrieb sind auch einige Gleisattrappen vorhanden. Diese Bereiche sind im Plan schraffiert dargestellt. Die Loredrehscheiben sind alle funktionslos. Eine Weiche ist vorhanden, die aber keine Funktion und keine Weichensteuerung hat. Es fährt nur ein Zug mit 5 Muldenkippern. Rangieren und sonstige Spielerein sind nicht vorgesehen, da Kuppeln in dieser Baugröße unangenehm ist. Auf den Gleisattrappen werden meine überflüssigen Roco-Loren Platz finden. Die Tongrube hat zwei Abbauregionen. In der vorderen Region schaufelt ein Fuchs-Bagger Ton in die Muldenkipper. Das hintere Gebiet ist etwas größer. Hier habe ich an einen Menck-Bagger gedacht. Für einen Eimerkettenbagger ist der Platz zu gering. Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
Die Ziegelei ist eigentlich zu klein, um hier einen wirklichen Ziegel-Herstellungsprozess abzubilden. Wie soll das funktionieren? Der Feldbahnzug bringt den abgebauten Ton in die Aufbereitung. Die Aufbereitung könnte im Anbau untergebracht sein. Derartige Anlagen mit Schrägaufzügen waren weit verbreitet. Die Lok kann den Zug aber nicht auf die Rampe drücken. Das Bild auf dem Karton der Ziegelei zeigt den Anbau aber als Trockenschuppen. Auch das war verbreitet. Der Platz über dem Ofen wurde häufig als Trockenschuppen benutzt. Der Schrägaufzug oder Fahrstühle im Inneren übernahmen den Transport.
Der nächste Punkt ist der Übergang von der Formung zur Trocknung. Ich habe hier mal einen äusseren Trockenschuppen vorgesehen. Ich definiere mal meinen Ablauf wie folgt: Der Lorenzug bring den Ton in die Ziegelei. Unter dem überdachten Übergang befindet dich die Aufbereitung im Kellerbereich. Hier werden die Loren entladen. Nach der Formung kommen die Ziegel über manuellen Verschub zum Schrägaufzug und dann in die Trockenräume über dem Brennofen. Deshalb sind auch einige Gleisattrappen vorhanden. Im Freiland-Trockenbereich können auch einge Ziegel gelagert werden. Nach dem Trocknen werden die Ziegel wieder manuell nach unten in den Brennofen befördert. Nach dem Brennen werden die Ziegel im Freien bis zur Verladung gelagert. So könnte es passen. Modellbau ist halt immer mit Kompromissen verbunden.
Die zierlichen Feldbahnfahrzeuge bedingen schon einige Kompromisse im Betriebsablauf. Die kleinen Klipskupplungen sind kaum für das dauerhafte Kuppeln und Entkuppen geeignet. Auch führt der Schiebebetrieb der leichten Loren oft zu Entgleisungen. Deshalb gibt es auf diesem Feldbahn-Diorama eine feste Zugbindung ohne Rangierbetrieb. Dabei werden die Loren ausschließlich in eine Richtung gezogen. Die eine Weiche ist ohne Funktion.
Da das Getriebe der verwendeten Ns2f sehr stark untersetzt ist, ist ein Fahrregler kaum sinnvoll. Die Fahrspannung liegt im Bereich von 4-8 Volt. Kleinere Spannungen machen kaum Sinn, da die Lok nur kriechen würde. Höhere Spannungen machen ebenfalls keinen Sinn, die Fahrgeräusche sind einfach zu laut. Optimal wäre ein Stufenschalter mit 3 Fahrstufen, der dem Dreiganggetriebe des Vorbilds am nächsten kommt.
Details zum Aufbau habe ich auf einigen Unterseiten versteckt, die über die nachfolgenden Buttons erreichbar sind.
Unterbau und Gleise Gebäude Landschaft ElektrikWenn das Diorama mal fertig gestellt ist, erscheinigen hier einige Bilder.