Nach den Versuchen (siehe hier) habe ich mich eigentlich schon für Pertinaxschwellen und Lötmontage entschieden. Aber dennoch möchte ich die Betrachtungen nicht ohne Untersuchung der Alternativen abschliessen. Die Alternativen sind die Verwedung von vorbildgerechten Holzschwellen oder kleineren Pertinaxschwellen als Stahlschwellenimitation. Stahlschwellen wurden übrigens oft bei Fertiggleisen verwendet.
In diesem zweiten Versuch möchte ich einmal die Holzschwellen betrachten. Die Montage erfolgt mit Nägeln und Hammer. Als Schwellenmaterial kommt Abachi-Holz zum Einsatz. Es können natürlich auch andere Holzsorten verwendet werden. Marcel Ackle (externer Link) nutzt Kiefernholz-Leisten. Ich habe die Abachi-Schwellen von Wenz Modellbau (externer Link) bezogen. Für Spur 0 haben diese eine vorbildgerechte Höhe von 2,8 mm. Das ist fast doppelt so hoch wie bei den Pertinaxschwellen (Höhe 1,5 mm). Wenn Holz- und Pertinaxschwellen gemischt eingesetzt werden, können auch Holzbrettchen aus Abachi-, Kiefern- oder Buchensperrholz mit einer Höhe von 1,5 mm bei Modulor (externer Link) bezogen werden.
Für den Testaufbau habe ich eine kleine Sperrholzplatte verwendet.
Während die Hölzer im Roh- oder gealterten Zustand noch sehr gut aussehen, ist nach einer farblichen Behandlung vom Holz nicht mehr viel sichtbar. Nur bei Betrachtung aus kurzen Entfernungen sind die schönen Hölzer erkennbar. Wie sieht nun der Vergleich zu den Pertinaxschwellen aus?
Für die Schotterungen wollte ich wieder die zwei Varianten mit Steinschotter und Sand verwenden. Im Bereich der Feldbahnen ist die Sandschotterung sicherlich verbreiteter. Der erste Vergleich zeigt die Schotterung mit Granitschotter von Asoa (externer Link). Links ist der direkte Vergleich der zwei Gleismuster (der untere Teil wurde hier vorgestellt). Auch hier wurde eine Mischbauweise eingesetzt. Zwischen den Pertinaxschwellen sind immer wieder Echtholzschwellen zu finden. Bei der Betrachtung aus der Ferne sind die Unterschiede nicht so riesig. Die feinen Schienennägel kommen nicht mehr richtig zur Geltung. In der rechten Abbildung - in der näheren Betrachtung - sehen die Holzschwellen schon edel aus.
Die zweite Schotterung erfolgt mit Quarzsand. Dieser befindet sich hier noch im Rohzustand. Eine farbliche Behandlung steht noch aus. Auch hier gilt wieder, dass die Echtholzschwellen im Detail besser aussehen. Die Nägel kommen nicht so richtig zur Geltung. Aber wie die Schienenprofile auf den Holzschwellen befestigen?
Also mir gefallen die Holzschwellen. Der Auwand des Nagelns ist aber enorm. Ich Bereich der Weichen möchte ich aus Gründen der Betriebssicherheit diese Methode nicht anwenden. Da ist doch mit Löten eine exaktere Positionierung möglich. Auch trübt die farbliche Behandlung der Holzschwellen etwas das Betrachterbild.
Ich denke, dass die Verwendung von Holzschwellen im sichtbaren Bereich ohne Schotterung eine gute Wahl ist. Zum Beipiel auf Brücken oder im freien Feld als Nachbildung von fliegend verlegten Gleisen. Das leicht gebeizte Holz kommt hier erst richtig zur Geltung. So werde ich mich für eine Mischtechnologie auf Basis der Pertinaxschwellen entscheiden und reine Holzschwellen nur vereinzelt verlegen.