Sound auf der Modellbahn ist absolut im Trend. Viele digitale Modelle in H0 sind bereits ab Werk mit Sounddekodern ausgestattet. Da meine Feldbahn-Modelle mit dem Selectrix-System ausgestattet sind, ist hier natürlich auch der Wunsch nach einer geeigneten Beschallung. In den 0f-Fahrzeugen lassen sich problemlos Digitaldekoder unterbringen. Zu einem Soundsystem gehört zusätzlich ein Sounddekoder und ein Lautsprecher.
Im Selectrix-System kann über die SUSI-Schnittstelle der neueren Dekoder von Döhler und Haass ein Soundmodul angschlossen werden. Dietz (externer Link) liefert mit dem Micro-XS ein Soundmodul mit SUSI-Schnittstelle. Derzeit (Stand: 1/2007) sind zwei typische Feldbahngeräusche lieferbar.
Für eine optimale Wiedergabe sollte ein ausreichend großer Lautsprecher gewählt werden.
Weder in die OMZ 117 nochin die Ns2 war der Einbau eines Sounddekoders nebst Lautsprecher möglich. Meine ersten Überlegungen gingen dahin, dass eine Soundlore eingesetzt wird, die immer in einem Zug mitläuft. Irgendwie bin ich aber davon abgekommen. In einem Muldenkipper lässt sich die Elektronik schlecht unterbringen. Jetzt möchte ich Dekoder, Soundmodul und Lautsprecher in einem separaten Gehäuse unterbringen. Die Versorgung erfolgt über die Gleise. In der Soundbox ist ein Susi-Schaltdekoder enthalten, der die gleiche Selectrix-Adresse wie der Diesel besitzt.
Die Selectrix-Soundanlage besteht aus den Teilen:
Alle Teile können über Rautenhaus (externer Link) bezogen werden. Es muss ein Funktionsdekoder sein. Wenn ein Fahrzeugdekoder mit SUSi-Schnittstelle verwendet wird, muss auch ein Motor angeschlossen sein. Die Programmierung der erweiterten Selectrix Parameter (SUSI-Parameter) funktioniert sonst nicht problemlos. Alle Teile habe ich in ein Gehäuse von Conrad (externer Link) eingebaut. Für das Gehäuse (Artikel 522600) gibt es eine passende Lochrasterplatine mit Anschlußleiste (Artikel 529016). In die Platine habe ich ein rechteckiges Loch gesägt, damit der Lautsprecher seinen Klang entfalten kann. In die Rückseite des Gehäuses müssen natürlich auch ein paar Löcher hinein. Das Kunststoffgehäuse bietet einen ausreichend großen Resonanzkörper. An der zweiteiligen Buchsenleiste wird die Selectrix-Gleisspannung angelegt. Die Box kann stationär auf der Anlage betrieben werden.
Auf einer Segment- oder Modulanlage ist die Verwendung einer separaten Soundbox unkritisch. Das Ohr kann die Herkunft der Signale nicht orten. Jede Soundbox ist genau einer Lokomotive zugeordnet. Das veruracht ein erhebliches Loch im Hobbybudget, da die Sounddekoder nicht ganz billig sind. Auch ist die Auswahl verschiedener Soundvarationen (Deutz, Diems, etc.) sehr klein. Sound ist aber eine enorme Aufwertung der Modellbahn. Nicht so gut hat mir die Abstufung über die Fahrstufen gefallen. In den unteren Fahrstufen (Selectrix bietet insgesamt 31) ist bei den Fahrstufenwechseln ein netter Klangunterschied zu merken. Zwischen Fahrstufe 12 und 31 ist kaum noch ein Unterschied zu hören. 31 Fahrstufen sind bei Fahrzeugen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 10 Km/h aber auch zu viel.