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Ziegelei Altglietzen (Brandenburg)

Die Ziegelei in Altglietzen wurde 1871 gebaut und gehörte Wilhelm Fritze. 1878 wurde der Hoffmannsche Ringofen gebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg erfolgte nach verheerenden Schäden der Neuaufbau. 1948 ging die Ziegelei in Volkseigentum der DDR über. Bis 1986 wurden hier Ziegel produziert. Seit 1993 ist die Ziegelei wieder im Privatbesitz. Auch heute werden hier noch Ziegel gefertigt, wobei der ehemalige Ringofen museal erhalten wird. Er ist nicht mehr in Betrieb.

Vor dem Ringofen ist eine Ns2h als Anschauungsstück abgestellt. Es müsste sich nach Angaben in der Literatur um die Fabriknummer LKM 248858 (Baujahr 1957) handeln. Sie stammt ursprünglich aus dem VEB Ziegelwerk der Insel Neuenhagen und ist im Gegensatz zu der verbreiteten Ns2f etwas länger. Vielleicht ist es aber auch die LKM 48358 (Baujahr 1953) aus dem Dränrohrwerk Bad Freienwalde. Die Lok wurde erst 1994 nach Altglietzen geschafft. Zu dieser Zeit war die Feldbahn bereits abgebaut. Sie war dort nie wirklich eingesetzt.

Die nachfolgenden Bilder zeigen ein paar winterliche Impressionen dieser Ziegelei. Die Aufnahmen entstanden im Dezember 2001.

Die Ns2h steht abgestellt vor dem Ringofen. Im Hintergrund ist der Schrägaufzug zu sehen.
 
Eine Seitenaufnahme der musealen Ns2h. Der Stangenantrieb mit Blindwelle wurden mit den Ns2-Baureihen a-h ab 1953 eingeführt. Ziel war die höhere Geschwindigkeit und die bessere Übertragung des Drehmoments gegenüber den früheren Kettenantrieben.
 
Und noch ein Bild eine Feldbahn-Lokomotive aus längst vergangenen Zeiten.
 
Hier ist ein zugemauerter Eingang zum Ringofen zu sehen. Vor dem Brennvorgang wurden die Eingänge der betreffenden Brennsektion zugemauert und später wieder geöffnet. Interessant ist hier das eingemauerte Fenster, das sicher nach der endgültigen Stillegung eingefügt wurde.
 
Blick auf den Schrägaufzug. Über eine Winde wurden hier Loren mit Brennmaterial (Kohle) heraufgezogen.
 
Detailbild einer Wagen-Drehscheibe der innerbetrieblichen Feldbahn. Die Wagen wurden mit Hand über die Drehscheiben geschoben. Für den Lokbetrieb sind derartige Einrichtungen nicht gedacht.
 
Bild eines Steinewagens für den manuellen Verschub. Mit diesen Wagen wurden die Formlinge in und die fertigen Ziegel aus dem Ofen transportiert.
 
Winterliche Gesamt-Aufnahme des verbliebenen Ziegelei-Komplexes.
 

Zum Zeitpunkt meines Besuchs hatte ich auch die ehemalige Grube (was davon noch übrig ist) und die Trockenschuppen besucht. Leider sind keine Bilder entstanden. Vielleicht steht irgendwann nochmals ein Besuch an.

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