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Im August 2008 verbrachte ich meinen Urlaub im Ort Riedlhütte im bayrischen Wald. Zufällig veranstaltete die Feld- und Waldbahn Riedlhütte (externer Link) das bayrische Feldbahnfest. Aufgrund des schlechten Wetters waren wenig Gastfahrzeuge anwesend. Die geringe Betriebsamkeit gab mit die Möglichkeit einer genaueren Fotoexkursion.
Die interessante Feldbahn erstreckt sich über einen Kilometer zwischen den Bahnhöfen Ohebrücke und Krummwiese. Das Wort Bahnhof sollte hier nicht so wörtlich verstanden werden. In der Mitte der Strecke liegt der Bahnhof Riedlhütte mit dem Lokschuppen und attraktiven Gleisanlagen. Auch wenn der Gleisplan riesig aussieht, der Abstand zwischen zwei Bahnhöfen beträgt ca. 500 m. Im weiteren Verlauf stelle ich Bilder aus folgenden Abschnitten vor:
Das Hauptgebäude am Bahnhof Riedlhütte ist zugleich Lokschuppen und wurde erst 2005 errichtet.
Im Inneren des Lokschuppens mit 130 m² gibt es neben einigen Gleisen eine kleine Werkstatt. An den Tagen des Feldbahnfestes waren eine Diema DS 28 und eine Jung ZL 114 betriebsam unterwegs, während andere Schätze im Inneren des Schuppens standen. Der abgebildete Gmeinder-Diesel ist in einem schrecklichen Zustand. Der Rost hat dem Fahrzeug mächtig zugesetzt. Im Schuppen stand noch eine fahrbereite Jung EL 110 in blauer Farbgebung und diverse Loren.
Um den Schuppen herum gibt es viele feldbahn-typische Artefakte zu bestaunen. Deren Zustand spiegelt das Schicksal der Feldbahnen wieder. Die meisten Teile warten auf eine fachmännische Aufbereitung. Mit dem vorhandenen Gleismaterial soll die bestehende Stecke einmal erweitert werden.
Ausgehend vom Bahnhof Riedlhütte schlängelt sich die Strecke ein wenig durch den Wald und endet nach einigen hundert Metern mit einem Ausweich. Dieser Punkt wird als Bahnhof Krummwiese bezeichnet. Besucherfahrten enden hier und die Lok wird umgespannt.
Nach dem Ausweich ist das Gleis noch nicht zu ende, sondern es verschwindet im Wald. Hier können noch Reste einer vergangenen Feldbahn-Epoche bewundert werden.
Auf der anderen Seite des Bahnhofs Riedlhütte gelangt man zum zweiten Endpunkt auf Höhe des Sportplatzes. Auch hier beträgt die Streckenlänge ca. 500 m. Da sich die Feldbahn mit Schrittgeschwindigkeit auf der Strecke benwegt, ist die spürbare Entwernung wesentlich größer. Am Ende der Strecke ist wieder ein Ausweich zum Umspannen der Lok. Mit einem Prellbock endet die Strecke.
Während des Feldbahnfestes kam es zu einem "Unglück" auf der Strecke. Die Jung ZL 114 entgleiste vor dem Lokschuppen auf einer Weiche. Durch das Gweicht der Lok wurden die Schienenstücke auseinander gedrückt. Eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich. Mit Hilfe eines Wagenhebers wurde die lok hinten hochgehoben, sodass die hintere Achse in der Luft hing. Mit einer Kette wurde das entgleiste Fahrzeug durch den DIEMA-Diesel wieder in die Spur gezogen und anschliessend in den Schuppen geschoben.